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Aussteller-News

RFID-Antennen gehen in Serie

12.06.2008

Fürth und Düsseldorf, 24. Oktober 2007: Der Prägefolienhersteller Kurz hat ein neues Dünnschicht-Produkt für den industriellen Einsatz entwickelt, das im Herbst 2007 in Serie produziert wird: eine Transponderantenne für RFID-Tags mit Namen Secobo. Die zweidimensionale HF-Antenne besteht aus einer Kupferspule mit wenigen Windungen, ist mit einer Größe von 76 mal 45 Millimetern auf die Maße der ISO-Card abgestimmt und wird zunächst im Karten- und Ticketingsektor eingesetzt.

Die Secobo-Kupferantennen zeichnen sich im Vergleich zu Aluminiumantennen durch eine hohe elektrische Qualität aus, da ihre Leitfähigkeit fast 60 Prozent höher liegt. Die Antennen werden in einem neuartigen additiven Verfahren hergestellt und weder gewickelt noch geätzt, was bedeutende Vorteile bringt. Gegenüber gewickelten Antennen ist der Herstellungsprozess wesentlich wirtschaftlicher. Die neuen Antennen sind deshalb weitaus günstiger, bieten dabei aber exakt den erforderlichen Gütefaktor. Im Vergleich zur Ätzung von Antennen ist das Verfahren erheblich umweltschonender, weil viel weniger Material verbraucht wird und fast keine umweltschädlichen Abfallstoffe entstehen. Auch diese Umweltvorteile ermöglichen eine deutliche Kostenersparnis.

Qualitätssicherung auf hohem Niveau

Eine unzureichende Qualitätskontrolle hat bei RFID-Antennen deutliche Auswirkungen. Wenn fehlerhafte Antennen nicht rechtzeitig registriert werden, muss später der gesamte Transponder oder gar die fertige Karte aussortiert werden, was zu hohen Ausschusskosten führt. Deshalb nimmt Kurz die Qualitätssicherung besonders ernst. Jede Antenne wird einzeln geprüft, um eine optimale Leistung zu ermöglichen. Die nach ISO-15693- und ISO-14443-Standard produzierten Antennen durchlaufen während der Herstellung bereits intensive Kontrollen. Als fertige Rolle werden erneut hundert Prozent der Antennen optisch und elektronisch getestet.

In großen Mengen lieferbar

Bei der Herstellung der Antennen wird eine hohe Produktionsgeschwindigkeit erreicht, sodass bei Bedarf kurzfristig sehr große Liefermengen möglich sind. Außerdem können die Antennen zügig an Kundenanforderungen angepasst werden. Entwicklung, Tests und Abnahme kundenspezifischer Lösungen sind in kurzer Zeit realisierbar. Eine zusätzliche Zeit- und Kostenersparnis ergibt sich aus der einfachen Verarbeitbarkeit.

Die Antennen werden als Rollenware produziert, die auf die weltweit gängigen Chip-Bonding-Maschinen der weiterverarbeitenden Industrie abgestimmt ist. Die Rollen können ohne Zwischenschritte direkt in die Maschinen eingelegt und verarbeitet werden. Durch ihre schnelle Herstellung und effiziente Integration in die Fertigungsabläufe können die Kurz-Antennen zur wirtschaftlichen und flexiblen Massenproduktion von hochwertigen RFID-Transpondern beitragen.

Bedarf wächst rasant

Die Kartentechnologie ist ein wichtiger Teil des stark wachsenden RFID-Marktes. Immer mehr Karten und Tickets werden mit RFID-Systemen ausgestattet. Dadurch entsteht ein enormer Bedarf an preisgünstigen, funktionalen Antennen in verlässlicher Qualität. Kurz hat seine neuen Antennen auf diesen Bedarf abgestimmt und sieht sich in der Lage, große Märkte zuverlässig zu bedienen.
"Die große Stärke von Secobo liegt in der Kombination aus optimaler Qualität, niedrigem Preis und hoher Lieferfähigkeit", berichtet Thorsten Hepp, Marketing- und Vertriebsleiter für das Antennengeschäft bei Kurz.

Hintergrund: Die RFID-Technologie

RFID - Radio Frequency Identification bezeichnet ein Verfahren, bei dem Daten berührungslos und ohne Sichtkontakt mittels Radiowellen übertragen werden. Benötigt wird für diesen Vorgang als Datenträger und -sender ein Transponder, bestehend aus einem Microchip und einer Antenne. Darüber hinaus erforderlich sind ein Schreib-/Lesegerät sowie ein IT-System, welches d ie empfangenen Daten verarbeitet. Sobald das Lesegerät in die Reichweite des Transponders kommt, kann es die Datenkommunikation aktivieren, die Daten des Chips abrufen und bei wiederbeschreibbaren Transpondertypen auch neue Daten senden. Es gibt aktive Transponder, die über eine eigene Energiequelle verfügen, und passive Transponder, die über das elektromagnetische Feld des Lesegerätes mit Energie versorgt werden.

Die Kurz-Antennen im RFID-System

Für die Funkübertragung von RFID-Signalen gibt es mehrere staatlich festgelegte Radiofrequenzbereiche. Die Kurz-Antennen senden im Hochfrequenzbereich von 3,56 MHz, welcher eine höhere Datenübertragunsrate bietet als niederfrequente Systeme. Die Antennen sind Teil eines passiven Transponders und können in einem Abstand zum Lesegerät von etwa einem halben Meter aktiviert werden. Eine höhere Reichweite von bis zu einem Meter ist technisch möglich, für die Kartenanwendung aber nicht sinnvoll. Für den Fall, dass sich mehrere Karten gleichzeitig in Reichweite des Lesegerätes befinden, sind die Antennen mit einer Antikollisions-Funktion ausgestattet. Diese ermöglicht das störungsfreie Auslesen von mehreren Transpondern in kurzer Zeit.

RFID für den Kartenbereich

Über Funk auslesbare Plastikkarten bieten zahlreiche Vorteile. Die Karten sind verschleißfrei, unempfindlich gegen Schmutz und Feuchtigkeit und dadurch weniger störanfällig, sie sind benutzerfreundlich und komfortabel und vor allem ermöglichen sie einen schnellen Datentransfer. Diese Vorzüge können in vielen Anwendungen genutzt werden. Ob Karten für Zutrittskontrolle, Zeiterfassung oder Ausleihsysteme, Bonus- oder Rabattkarten, Geldkarten, Krankenversicherungskarten, Mitglieds- oder Kundenkarten oder als Ersatz für Papiertickets, in all diesen Bereichen sind RFID-Systeme denkbar oder schon vielfach erfolgreich im Einsatz. Beispielsweise werden sie in verschiedenen Großstädten im Nahverkehr als Ersatz für Einzel- oder Zeitfahrscheine eingesetzt. Beim Betreten und Verlassen von Bus oder Bahn werden die Karten eingelesen, der fällige Betrag wird entweder am Monatsende in Rechnung gestellt oder von der wiederaufladbaren Geldkarte abgezogen. Kontaktlose Karten empfehlen sich besonders an Orten, wo sich schnell Menschenschlangen bilden und eine zügige, reibungslose Abwicklung gefordert ist, wie etwa an U-Bahn-Zugängen oder bei Einlasskontrollen für Großveranstaltungen.


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