Renaissance des Drucks: Wie der Digitaldruck die Industrie verändert
Im Zeitalter der digitalen Medien wird die Bedeutung des Drucks oft unterschätzt. Dabei erleben wir gerade eine Renaissance des Drucks. Dank Digitalisierung!
Ein Blick auf die Zahlen: Sie Musikindustrie setzt laut Statista weltweit jährlich 41 Milliarden Dollar um. Beeindruckend. Aber geradezu Peanuts, verglichen mit dem Marktvolumen von über 800 Milliarden Dollar der Printindustrie. Und besonders der Digitaldruck bietet viele weitere Wachstumschancen.
Der Übergang vom traditionellen Offsetdruck zum Digitaldruck wird durch verschiedene Faktoren getrieben, besonders rasant aber durch die zunehmende Personalisierung der Kundenkommunikation im Marketing. Traditionelles Marketing, das auf im Offsetdruck hergestellte Werbematerialien setzt, ist kostspielig und es lässt sich nur schwer messen, was damit erreicht wurde. Schlimmer noch, es fehlt ihm völlig an Interaktivität und Engagement, die die Verbraucher von heute aber erwarten. Mit dem exponentiellen Wachstum des E-Commerce und der Nachfrage nach personalisierten, bedarfsgerechten Produktionslösungen wird der Digitaldruck noch unverzichtbarer.
Um in diesem, sich wandelnden Umfeld erfolgreich zu sein, können Druckdienstleister diese fünf Trends für sich nutzen:
- Personalisierung: Laut Deloitte interessieren sich mehr als 50 Prozent der Kunden für personalisierte Produkte. In der Generation Z ist dieser Anteil sogar noch höher. Eine Studie von WP Engine zeigt, dass 75% der Befragten der Generation Z eher bereit sind, ein Produkt zu kaufen, wenn sie es an ihre Bedürfnisse anpassen können.
- Lokalisierung: Verbraucher wollen lokale und regionale Unternehmen unterstützen und wissen, wo und wie ihre Produkte hergestellt werden. Lokale Produktion und Vertrieb sind daher entscheidend, um diese Erwartungen zu erfüllen.
- Nachhaltigkeit: Bei einem ESG-fokussierten Anlagevolumen, das laut PWC bis 2026 auf 34 Billionen US-Dollar anwachsen wird, ist Nachhaltigkeit mehr als nur ein Schlagwort. Lokale, nachfrageorientierte Produktion wird zur Norm, um die Umweltbelastung zu minimieren.
- Mobilität: Immer mehr Konsumenten kaufen über das Smartphone oder andere Mobilgeräte ein. Damit wird auch die Bedeutung des digitalen Handels weiter zunehmen.
- Creator Economy: Die wachsende Creator Economy bietet enorme Chancen für lokal produzierte, bedarfsgerechte Güter. Goldman Sachs prognostiziert eine Verdoppelung des Marktvolumens auf 480 Milliarden US-Dollar bis 2027.
Der demografische Wandel, insbesondere das Heranwachsen der Generation Z und der Millennials, heißt, dass sich die Druckindustrie anpassen muss. Diese technikaffinen, sozial- und umweltbewussten Konsumenten erwarten Personalisierung und kurze Lieferzeiten. Unternehmen, die sich an diesen Wünschen orientieren, können ein großes Marktpotenzial erschließen.
Neue Produktionstechnologien wie 3D-Druck und digitale Drucksoftware eröffnen ungeahnte Innovationsmöglichkeiten. So hat beispielsweise das in Norwegen gegründete Technologieunternehmen Gelato in wenigen Jahren das weltweit größte On-Demand-Produktionsnetzwerk aufgebaut, das lokale Produktion in 32 Ländern ermöglicht und Kreative mit Milliarden von Konsumenten weltweit verbindet. Die Plattform GelatoConnect optimiert den gesamten Produktionsprozess und steigert Effizienz und Rentabilität der Teilnehmer.
Die Kombination aus demografischem Wandel und technologischem Fortschritt bietet der Druckbranche astronomische Wachstumschancen, da sie alle Lebensbereiche durchdringt. Durch Innovation, Nachhaltigkeit und Lokalisierung können Unternehmen ihre Produktion intelligenter, schneller und umweltfreundlicher gestalten und so selbst Teil eines positiven Wandels werden.
24/01/2025
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